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Verabschiedung Detlef Kolditz


„Eigentlich komme ich aus einer Fußballer-Familie“

Profilsportlehrer Detlef Kolditz tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an.

Mit einem lachenden und weinenden Augen und unter tosendem Applaus verabschiedeten die aktuellen Chemnitzer Sportschüler in Ihrer letzten Sportstunde im Dezember ihren langjährigen Profilsportlehrer Detlef Kolditz. Und auch seine ehemaligen Sportler, Sportlerinnen und Trainerkollegen ließen es sich nicht nehmen, ihn in einer Videobotschaft gebührend zu verabschieden.

Kategorie: Verband
Autor: Anna Löffler
letztes Update: 6. Februar 2021 - 16:01

Als Kind einer Fußballer-Familie, wie er es selbst bezeichnet, begann der Gelenauer seine sportliche Laufbahn zunächst auf dem Fußballplatz. Doch schnell wurde klar, dass sein Herz für den Ringkampfsport schlägt und so startete er seine Ringer-Karriere bei der “BSG Werner-Seelenbinder“ in Gelenau. Bereits nach anderthalb Jahren erkannte man das Griechisch-römisch-Talent und schickte es an die Sportschule nach Zella-Mehlis. Nach einem Titel als DDR-Meister und weiteren Vizemeistertiteln in den 70er Jahren holte er seinen größten internationalen Erfolg mit einem 5. Platz bei den JWDF, den Jugend Wettkämpfen der Freundschaft in Rumänien. Als JWDF wurden in der ehemaligen DDR die regelmäßig ausgetragenen Wettkämpfe im Nachwuchs-Leistungssport der Länder des Ostblocks bezeichnet.

1985 Trainingslager TZ Gelenau in Freyburg-Unstrut

Nach seinem Studium der Sportwissenschaften an der DHfK unterstützte er als sog. TZ-Trainer (Trainingszentrum – Trainer) unter der Leitung von Wolfgang Quente von 1981 bis 1990 den Ringkampfsport. „Die Voraussetzungen damals waren super. Wir waren mehrere TZ-Trainer, die in Bezirke und Kreise eingeteilt waren, es gab jede Menge Nachwuchs und als TZ-Trainer haben wir unter anderem die Sichtung an den Schulen übernommen.“, schwärmt Det`l, wie er von seinen Kollegen und Weggefährten genannt wird. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die sportlichen Strukturen reformiert, Trainerstellen gestrichen. Er nutzte die Chance und stieg als Sport- und Französischlehrer an der Mittelschule im erzgebirgischen Jahnsbach ein, von 2001 an arbeitete er an der Mittelschule in Gelenau, bis es Wolfgang Quente 2004 gelang, ihn zurück in den Ringkampfsport zu holen.

„Damals waren gerade einmal acht Ringer/innen am Stützpunkt, wir mussten etwas tun um den Standort, der vor allen Dingen für das Erzgebirge von großer Bedeutung ist, zu sichern.“, erinnert sich Det`l. Neben verschiedenen AG`s an Schulen sichtete er mit Wolfgang Quente auch weitere Talente und konnte so maßgeblich an der Entwicklung des sächsischen Ringkampfsports mitwirken. 2012 erhielt er dann Unterstützung vom langjährigen Nachwuchslandestrainer und aktuellem Leistungssportreferenten des RVS Carsten Einhorn, der nun auch seine Stelle als Profilsportlehrer weiterführt.

Dass sich die Kontinuität am Stützpunkt in Chemnitz bewährt hat, zeigen die vielen Medaillen, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden. Mittlerweile trainieren am Landesstützpunkt in Chemnitz stetig 31 Sportschüler/Innen, insgesamt 26 Talente wurden seit 2012 sehr gut ausgebildet zum Anschluss- und Hochleistungstraining an den Bundesstützpunkt nach Leipzig delegiert.

Heiko Krauß, Chris Schneider und Detlef Kolditz (v.l.n.r.)

Eines seiner größten Highlights war die Organisation und Durchführung des Regionalcups als Höhepunkt für die D-Jugend. Etwas wehmütig blickt er darauf zurück, dass das Interesse an diesem Highlight leider zurückging. Ob als Vorstand des Fördervereins Pro Ringen Chemnitz, Jugendwart des RSK Gelenau e.V. oder Jugendreferat des Kreissportbundes Erzgebirge hat es sich Detlef auch nicht nehmen lassen, unseren Sport zusätzlich ehrenamtlich voranzubringen.

Wir danken Detlef für die ganzen Jahre, in denen er maßgeblich an der Entwicklung des sächsischen Ringkampfsports mitgewirkt hat. Wir wünschen ihm eine schöne Zeit und hoffen sehr, dass wir ihn an den sächsischen Matten wiedersehen werden.

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